Ovabloc

Eine Sterilisation ist eine Operation mit dem Ziel, die Möglichkeit einer Schwangerschaft auszuschließen. Die Eileiter werden verschlossen. Somit können die Samenzellen die Eizellen nicht erreichen und sie befruchten. Eine Schwangerschaft ist nicht mehr möglich.

Für Ovabloc wird ein Material mit einmaligen, sicheren Eigenschaften verwendet, welches bereits seit Jahrzehnten bei anderen Anwendungen im menschlichen Körper Anwendung findet. Seit vielen Jahren wird es bei Sterilisationen eingesetzt, wo es sich als sehr sicher erwiesen hat.

Das Material liegt in erstarrter flexibler Form in den Eileitern, die über die natürliche Körperöffnung erreichbar sind. Es setzt sich im Eileiter als geschmeidiger Pfropfen fest, der auch nach vielen Jahren noch stabil, flexibel und wirksam ist. Da der Pfropfen nur 0,2 Gramm wiegt, spüren Sie ihn nicht. Ovabloc behält auch nach Jahren noch seine geschmeidige, elastische Qualität.

Ein Eileiter mit und ohne Ovabloc
Ein Eileiter mit und ohne Ovabloc

 Vergleich von Ovabloc mit der laparoskopischen Sterilisation:

Ovabloc-Methode  Laparoskopische Sterilisation
Die Eileiter werden mit einem Gummipfropfen verschlossen. Dieser Pfropfen wird mit einem Katheter angebracht, der über die Vagina in die Gebärmutter eingeführt wird. Die Eileiter werden mit Hilfe eines kleinen operativen Eingriffs verschlossen, bei dem ein Ring oder eine Klemme angebracht wird oder

die Eileiter werden verschweißt, durchtrennt bzw. verlegt.

Ambulante Behandlung in der Arztpraxis oder Poliklinik.  Kleine Operation im OP.
Hin- und wieder örtliche Betäubung. Sie können den Eingriff über den Monitor verfolgen.  Vollnarkose oder Rückenmarkpunktion.
Sie können sofort nach der Behandlung wieder nach Hause.  Es ist in etwa ein eintägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich.
Nebenwirkungen: Manchmal leichte Bauchschmerzen und Verlust von Menstruationsblut über einige Tage.  Nebenwirkungen: Schulterschmerzen, Blutverlust und leichte Bauchschmerzen.
Nach der Behandlung können Sie sofort wieder ihrer Arbeit nachgehen.  An den ersten beiden Tagen können Sie nicht arbeiten.
Die Behandlung hinterlässt keine Schnittwunden, Nähte oder Narben.  Die Behandlung hinterlässt Schnittwunden, Nähte und Narben.
Das Schwangerschaftsrisiko beträgt 4-8 pro 1000 Frauen.  Das Schwangerschaftsrisiko beträgt 2-5 pro 1000 Frauen.
Bei etwa 10-15% der Frauen kann die Behandlung nicht durchgeführt werden.  Bei Risikopatientinnen kann die Operation nicht durchgeführt werden.
Ovabloc ist schwierig zu entfernen. Die Chance schwanger zu werden, ist danach jedoch sehr gering. Deswegen soll Ovabloc wie eine definitieve Sterilisationsmethode betrachten werden. Mittels einer schweren Operation können die Eileiter wieder miteinander verbunden werden. Die Chance einer Schwangerschaft nach einer solchen Operation hängt von der verwendeten Sterilisationsmethode ab.
Seitdem 01.01.2004 übernehmen die Krankenkassen keine Kosten mehr für die Sterilisation. Nur in besonderen Fällen. Fragen Sie ihren Arzt bzw. ihre Krankenkasse.  Seitdem 01.01.2004 übernehmen die Krankenkassen keine Kosten mehr für die Sterilisation. Nur in besonderen Fällen. Fragen Sie ihren Arzt bzw. ihre Krankenkasse.
Nach drei Monaten, wenn die Röntgenaufnahme während der zweiten Kontrolle eine korrekte Platzierung von Ovabloc sehen lässt, können Sie auf die Wirkung von Ovabloc vertrauen. Auf eine laparoskopische Sterilisation können Sie sofort nach der Behandlung vertrauen.