Informationen für ÄrzteAllgemein Ovabloc hat gegenüber den üblichen Sterilisationsmethoden verschiedene Vorteile. Die Frau braucht nicht unter Vollnarkose gebracht zu werden. Da es sich um eine ambulante Behandlung handelt, kann die Frau sofort nach dem Eingriff wieder nach Hause. Außerdem hinterlässt die Behandlung keine Schnittwunden bzw. Narben, da sie über den natürlichen Zugangsweg erfolgt. Komplikationen sind äußerst selten. Bei der Frau kann ein leichtes Menstruationsgefühl auftreten, und in der Woche nach der Behandlung kann sie noch etwas Blut aus der Vagina verlieren. Das Ovabloc-Verfahren wird kurz nach der Menstruation in örtlicher Betäubung durchgeführt (Parazervikalblock). Durch den Arbeitskanal eines Operationshysteroskops wird ein Ovabloc-Katheter in das Cavum uteri eingebracht. Anschließend wird das flüssige Siloxan-Material in die Tuba eingebracht. Innerhalb von fünf Minuten polymerisiert das Ovabloc-Material zu einem weichen Gummi. Die Katheterspitze haftet sich am Material fest und bleibt beim Zurückziehen des Katheters zurück. So bildet sich ein Pfropfen, der die Tuba vollständig verschließt. Der Eingriff dauert für beide Eileiter insgesamt 20 bis 40 Minuten. Die Frau kann den Eingriff auf Wunsch über den Monitor verfolgen. Um die Qualität der Pfropfen zu beurteilen, wird unmittelbar nach dem Eingriff eine Röntgenaufnahme vom Becken durchgeführt. Die Frau muss zwei gesunde, gut zugängliche Eileiter haben. Vor dem Ovabloc-Eingriff wird die Frau daher gynäkologisch und körperlich untersucht. Bei etwa 10% der Frauen kann die Ovabloc-Methode nicht angewendet werden. Die wichtigsten Ursachen dafür sind verschlossene Eileiter und anatomische Uterusabweichungen, so dass der Ovabloc-Katheter nicht eingeführt werden kann. Die Ovabloc-Methode ist eine zuverlässige Sterilisationsmethode. Die Zuverlässigkeit ist mit der einer laparoskopischen Sterilisation vergleichbar: Bei 4 bis 8 von 1000 Frauen, die sich der Behandlung unterzogen haben, besteht ein Risiko auf eine unerwünschte Schwangerschaft. Dislokationen finden in weniger als 2% der Fälle statt und ein einziges Mal wurde eine Extrauteringravidität festgestellt. Das verwendete Material ist sicher. Es wird bereits seit Jahrzehnten für Anwendungen im menschlichen Körper verwendet und auch seit vielen Jahren sicher bei Ovabloc-Sterilisationen eingesetzt. Allergische Reaktionen auf das Ovabloc-Material kommen praktisch nie vor. Studien haben ergeben, dass Ovabloc zuverlässig und sicher wirkt. De Blok, S. (1991) Is sterilisatie met Ovabloc verantwoord? Vademecum. Permanente nascholing huisartsen. De Maeijer, J. (1988) Permanent Birth Control with formed-in-place silicone implants. Report on a series of 271 patients, treated in a trial from 1978-1885 in Belgium up until July 1987. Antwerpen, Belgium Franklin, D, e.a. (1988) Hysteroscopic tubal occlusion with the use of formed-in-place silicone devices. Ligt-Veneman, N.G.P., e.a. (1999) The efficacy of intratubal silicone in the Ovabloc hysteroscopic method of sterilization. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica Reed, T.P. (1989) Permanent birth-control with the use of formed-in-place silicone devices. Soebadi, D.M., e.a. (1995) Intravasal injection of formed-in-place medical grade silicone rubber for vas occlusion. International Journal of Andrology, 18, suppl. 1: 45-52 Van der Leij, G. (1997) Hysteroscopic sterilization. Study of the siloxane intratubal device application method. Van der Leij, G. / Lammes, F.B. (1996) Office hysteroscopic tubal occlusion with siloxane intratubal devices (the Ovabloc method). International Journal of Gynecology & Obstetrics 53, 253-260 Van der Leij, G / Lammes, F.B, (1997) Radiographic aspects of office hysteroscopic tubal occlusion with siloxane intratubal devices (the Ovabloc method). International Journal of Gynecology & Obstetrics 59, 123-131 Van der Leij, G. / Van Krimpen, M.D. (1995) Impact of Ovabloc intratubal polymer on the morphology of the fallopian tube. International Journal of Gynecological Pathology, New York Wamsteker, K. / De Blok, S. (1990) Clinical Expert report. Ovabloc cured in place silicon device for permanent birth Control. Wamsteker, K., e.a. Novel techniques in tubal contraception. Reprinted form. The fallopian tube. Clinical and surgical aspects. Beipackzettel (englisch) |