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Allgemein
Die Ovabloc-Methode ist eine frauenfreundliche und ambulante Alternative zur laparoskopischen Sterilisation. Ovabloc ist eine Sterilisationsmethode für Frauen, bei der unter örtlicher Betäubung mit Hilfe der Hysteroskopie und Röntgenaufnahmen zur Kontrolle in beide Eileiter flüssiges Siloxan-Material eingebracht wird, welches anschließend polymerisiert.

Ovabloc hat gegenüber den üblichen Sterilisationsmethoden verschiedene Vorteile. Die Frau braucht nicht unter Vollnarkose gebracht zu werden. Da es sich um eine ambulante Behandlung handelt, kann die Frau sofort nach dem Eingriff wieder nach Hause. Außerdem hinterlässt die Behandlung keine Schnittwunden bzw. Narben, da sie über den natürlichen Zugangsweg erfolgt. Komplikationen sind äußerst selten. Bei der Frau kann ein leichtes Menstruationsgefühl auftreten, und in der Woche nach der Behandlung kann sie noch etwas Blut aus der Vagina verlieren.

Das Verfahren
Sie können sich opent in een nieuw venster hier eine Darstellung (770kB) des Ovabloc-Verfahrens für Ärzte ansehen.

Das Ovabloc-Verfahren wird kurz nach der Menstruation in örtlicher Betäubung durchgeführt (Parazervikalblock). Durch den Arbeitskanal eines Operationshysteroskops wird ein Ovabloc-Katheter in das Cavum uteri eingebracht. Anschließend wird das flüssige Siloxan-Material in die Tuba eingebracht. Innerhalb von fünf Minuten polymerisiert das Ovabloc-Material zu einem weichen Gummi. Die Katheterspitze haftet sich am Material fest und bleibt beim Zurückziehen des Katheters zurück. So bildet sich ein Pfropfen, der die Tuba vollständig verschließt. Der Eingriff dauert für beide Eileiter insgesamt 20 bis 40 Minuten. Die Frau kann den Eingriff auf Wunsch über den Monitor verfolgen. Um die Qualität der Pfropfen zu beurteilen, wird unmittelbar nach dem Eingriff eine Röntgenaufnahme vom Becken durchgeführt.

Zielgruppe
Ovabloc ist für Frauen geeignet, die eine ständige Verhütung wünschen. Es besteht die Möglichkeit das Ovabloc-Material wieder aus den Eileitern zu entfernen, wenn dies gewünscht wird. Die Eileiter sind dann zwar wieder durchgängig, aber die Chance, dass die Frau dann auch wieder schwanger wird, ist sehr gering. Ovabloc muss daher als eine endgültige Verhütungsmethode gesehen werden.

Die Frau muss zwei gesunde, gut zugängliche Eileiter haben. Vor dem Ovabloc-Eingriff wird die Frau daher gynäkologisch und körperlich untersucht. Bei etwa 10% der Frauen kann die Ovabloc-Methode nicht angewendet werden. Die wichtigsten Ursachen dafür sind verschlossene Eileiter und anatomische Uterusabweichungen, so dass der Ovabloc-Katheter nicht eingeführt werden kann.

Zuverlässigkeit

Die Ovabloc-Methode ist eine zuverlässige Sterilisationsmethode. Die Zuverlässigkeit ist mit der einer laparoskopischen Sterilisation vergleichbar: Bei 4 bis 8 von 1000 Frauen, die sich der Behandlung unterzogen haben, besteht ein Risiko auf eine unerwünschte Schwangerschaft. Dislokationen finden in weniger als 2% der Fälle statt und ein einziges Mal wurde eine Extrauteringravidität festgestellt. Das verwendete Material ist sicher. Es wird bereits seit Jahrzehnten für Anwendungen im menschlichen Körper verwendet und auch seit vielen Jahren sicher bei Ovabloc-Sterilisationen eingesetzt. Allergische Reaktionen auf das Ovabloc-Material kommen praktisch nie vor. Studien haben ergeben, dass Ovabloc zuverlässig und sicher wirkt.

Literatur/Studien

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Beipackzettel (englisch)
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