Häufig gestellte Fragen

Was ist Ovabloc?
Ovabloc ist eine Sterilisationsmethode für Frauen, bei der in beiden Eileitern ein kleiner Gummipfropfen eingebracht wird. Dieser Pfropfen verhindert, dass Ei- und Samenzelle zueinander gelangen. Die Ovabloc-Methode ist eine frauenfreundliche Alternative für die laparoskopische Sterilisation. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich und Sie können das Krankenhaus sofort nach dem Eingriff verlassen und wieder Ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen. Der Eingriff hinterlässt keine Schnittwunden und Narben, da er über die natürlichen Zugangswege zu den Eileitern erfolgt.

Beinhaltet Ovabloc Hormone?
Nein, das Ovabloc-Material beinhaltet keine Hormone und hat deswegen kein Einfluss auf den Monatszyklus und die Wechseljahre.

Wie zuverlässig ist Ovabloc?
Ovabloc wird bereits viele Jahren angewendet. Es gibt also einer sehr breiten Erfarung mit diesen Produkt. Absolut kein Verhütungsmittel ist 100% sicher. Die Wahrscheinlichkeit dass Sie nach dem Ovabloc- Behandlung schwanger werden ist kleiner als 0,8 % (weniger als 8 auf den 1.000 Frauen).

Wie lange dauert eine Ovabloc-Behandlung?
Eine Ovabloc-Behandlung dauert etwa 20 bis 40 Minuten. Nach der Behandlung wird eine Röntgenaufnahme gemacht, um 100% sicherzustellen, dass die Einbringung korrekt erfolgt ist. Da die Behandlung ambulant vorgenommen wird, können Sie sofort nach dem Eingriff die Praxis bzw. das Krankenhaus verlassen und wieder Ihren täglichen Beschäftigungen nachgehen.

Ist die Ovabloc-Behandlung schmerzhaft?
Vor der Ovabloc-Behandlung erhalten Sie ein Schmerzmittel, das Sie am Abend vor dem Eingriff und am Tag selbst zum Frühstück einnehmen können. Manchmal werden Sie kurz vor dem Eingriff lokal betäubt. Dies geschieht über einige Injektionen mit einer dünnen Nadel in den Gebärmutterhals. Die meisten Frauen spüren davon nichts. Auch von der Behandlung selbst merken Sie wegen der örtlichen Betäubung in der Regel nichts. Es ist jedoch möglich, dass menstruationsartige Beschwerden auftreten.

Ab wann ist die Ovabloc-Sterilisation zuverlässig?
Um sicherzustellen dass das Ovabloc-Material sich auf dem richtigen ort befindet, wird sofort nach der Behandlung eine Röntgenaufnahme gemacht. Dann etwa drei Monate später noch eine. Ist alles in Ordnung, können Sie auf die Wirkung von Ovabloc vertrauen. In der dreimonatigen ‘Eingewöhnungszeit’ nach dem Einbringen von Ovabloc empfehlen wir Ihnen, andere Verhütungsmittel zu verwenden, beispielsweise die Pille oder Kondome.

Was könnte passieren nach der Ovabloc-Behandlung?
In den meisten Fällen verläuft eine Ovabloc-Behandlung problemlos. Ein paar Stunden nach der Behandlung können Sie ein leichtes Menstruationsgefühl bekommen und es kann in der Woche nach der Behandlung noch zu einem leichten Blutverlust über die Vagina kommen. Es besteht nur eine geringe Chance (< 2%), dass sich der Ovabloc-Pfropfen verschiebt. Das kann beispielsweise bei Eileitern mit einem weiteren Durchmesser als normal geschehen. Das Risiko schwerer Komplikationen ist sehr klein.

An wen kann ich mich im Falle von schwerwiegendem Blutverlust, starken Unterleibsschmerzen oder Fieber von 38°C oder mehr wenden?
Im Falle von eines dieser Symptome wenden Sie sich bitte an Ihren Gynäkologen.

Fühlt man einen Ovabloc-Pfropfen nach der Behandlung?
Nein, da ein Ovabloc-Pfropfen nur 0,20 Gramm wiegt, spüren Sie ihn nach der Behandlung nicht. Darüber hinaus ist das Ovabloc-Material sehr elastisch und geschmeidig und bewegt sich mit Ihrem Körper mit.

Verändert sich die Menstruation nach der Behandlung?
Nein, es gibt keinen Einfluss auf den Monatszyklus noch auf die Wechseljahre, da das Ovabloc-Material keine Hormone enthält.

Lässt sich der Ovabloc-Pfropfen wieder entfernen?
Die Entfernung von Ovabloc aus den Eileitern ist sehr schwierig. Die Eileiter können zwar wieder offen sein, aber die schleimige Membran auf dem Inneren des Eileiters ist nicht mehr funktionsfähig. Deswegen ist der Transport des Eis zur Gebärmutter gestört. Die Chance nach der Entfernung wieder Kinder zu bekommen, ist minimal. Die Entscheidung für Ovabloc bedeutet deshalb eine Wahl für eine definitieve Verhütungsmethode.

Wird Ovabloc von den Versicherungen bezahlt?
In Deutschland übernehmen seit 01.01.2004 die Krankenkassen keine Kosten für eine Sterilisation. Fragen Sie ihren Arzt bzw. ihre Krankenkasse.